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Oktober 17, 2026

Abschied

O Thäler weit, o Höhen!
O schöner, grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
Andächt’ger Aufenthalt!

Da draußen, immer selig
Saust die geschäft’ge Welt,
Schlag’ noch einmal die Bogen
Um mich, du grünes Zelt!

Wenn es beginnt zu tagen,
Die Vögel lustig schlagen,
Daß dir dein Herz erklingt:
Da mag vergehn, verwehen
Das trübe Erdenleid,
Da wirst du neu erstehen
In junger Herrlichkeit!

Da steht im Wald geschrieben,
Ein stilles, ernstes Wort
Von rechtem Thun und Lieben,
Ich habe treu gelesen
Die Worte, schlicht und wahr,
Und durch mein ganzes Wesen
Ward’s unaussprechlich klar.

Fremd in der Fremde geh’n,
Auf buntbewegten Gassen
Des Lebens Schauspiel seh’n;
Und mitten in dem Leben
Mich Einsamen erheben,
So wird mein Herz nicht alt.