Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll,
Ein Fischer saß daran,
Sah nach dem Angel ruhevoll,
Kühl bis ans Herz hinan.
Und wie er sitzt und wie er lauscht,
Teilt sich die Flut empor;
Aus dem bewegten Wasser rauscht
Ein feuchtes Weib hervor.
Inspiration für dein Herz
Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm:
Was lockst du meine Brut
Mit Menschenwitz und Menschenlist
Hinauf in Todesglut?
Ach wüsstest du, wie’s Fischlein krank
So blieb der Fisch nicht lang.
Du lockst mich nur mit deinem Trank,
Doch fresse mich nicht lang.
Sahst du denn unsre Fischlein an,
Wie frisch, wie froh sie sind?
Du! könntest du doch untergehn,
So wärst du wohl gesinnt.
Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll,
Netzt’ ihm den nackten Fuß;
Sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll,
Wie bei der Lieb’ Gruß.
Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm,
Da war’s um ihn geschehn;
Halb zog sie ihn, halb sank er hin,
Und ward nicht mehr gesehn.
