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Theodor Fontane: „Im Garten“ – Ein zartes Gedicht über heimliche Zuneigung

Hinter hohen Himbeerhecken geschieht manchmal das Schönste. Theodor Fontane erzählt in seinem Gedicht „Im Garten“ von einer stillen Begegnung, bei der sich zwei Menschen trotz Trennung finden – mit Händen, Beeren und einem Kuss.

Ein warmherziges, leicht melancholisches Liebesgedicht, das sich wunderbar als zärtliche Grußbotschaft eignet.

Das Gedicht „Im Garten“ von Theodor Fontane

Die hohen Himbeerwände
Trennten dich und mich,
Doch im Laubwerk unsre Hände
Fanden von selber sich.

Die Hecke konnt’ es nicht wehren,
Wie hoch sie immer stund.
Ich reichte dir die Beeren
Und du reichtest mir deinen Mund.

Ach, schrittest du durch den Garten
Noch einmal im raschen Gang,
Wie gerne wollt’ ich warten,
Warten stundenlang.

Was erzählt uns dieses Gedicht?

Eine Hecke trennt die beiden – und doch finden sich ihre Hände im dichten Laub. Er gibt ihr die Beeren, sie gibt ihm ihren Mund. Am Schluss bleibt die Sehnsucht: Wie sehr er sich wünscht, sie noch einmal durch den Garten kommen zu sehen und wieder auf sie warten zu dürfen.

Fontane zeigt hier die Kraft kleiner, gestohlener Augenblicke und die schöne Ungeduld der Liebe.

Für welche Momente eignet sich das Gedicht?

  • Als romantische Nachricht an den geliebten Menschen
  • Zum Ausdruck von Sehnsucht und Zärtlichkeit
  • Wenn man jemanden vermisst und gerne warten würde
  • Als liebevoller Gruß mit einem Hauch von Geheimnis

Ein schlichtes, sehr anrührendes Gedicht – voller Wärme und leiser Sehnsucht.

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