Charlie Chaplin

Novellen - Kurzgeschichten - BĂŒcher - Daniela Noitz
Sir Charles Spencer Chaplin Junior in seiner berĂŒhmten Rolle im Film "The Tramp"

Charlie Chaplin (Sir Charles Spencer Jr.) wurde am 16. April 1889 in London (England) des Schauspielerpaares Charles Chaplin und Hannah (geb. Hill) geboren. Da sein Vater starb, als Charlie gerade 12 Jahre jung ist und seine Mutter hÀufig in psychiatrischen Kliniken war, wuchsen der junge Chaplin und sein Bruder Sydney vor allem in WaisenhÀusern auf.

Sir Charles Spencer Chaplin Jr. verstarb am 25. Dezember 1977 in Corsier-sur-Vevey (Schweiz). Charlie Chaplin war ein britischer Schauspieler, Komiker, Komponist, Filmproduzent, Regeisseur und Drehbuchautor.

Leben von Charlie Chaplin

1899 arbeitete Charlie Chaplin als Friseurlehrling und tritt in VarietĂ©s auf. In den Jahren 1906 bis 1912 spielt der talentierte Chaplin verschiedene Pantomimen bei den „London Comedians“ und tourt mit der Gruppe durch England, in die USA und Frankreich. Nach einer AuffĂŒhrung der „London Comedians“ in New York wird Charlie Chaplin fĂŒr Filme der „Keystone Company“ engagiert.

Seinem ersten Film „Making a Living“ folgt in kurzem Abstand im JĂ€nner 1914 „Kid Auto Races at Venice“. In diesem Film ist Charlie Chaplin in seiner BerĂŒhmten Ausstattung zu sehen: Zu große Hose, ausgebeulte Schuhe, zu enger Gehrock, Stock, Melone und Schnurrbart.

Im November darauf wechselt er zur Filmproduktionsfirma Essanay. FĂŒr „Keystone Company“ hatte er bis zum Wechsel 35 Stummfilme gedreht.

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Im Jahr 1915 zieht Chaplin nach Hollywood (Kalifornien, USA). Er beginnt, selbst DrehbĂŒcher zu schreiben, fĂŒhrt Regie aller Filme, in denen er mit spielt. Die bekannteste Filmrolle, welche er spielte, ist die des „Tramps„, welcher in diesem Jahr produziert wurde. Im Jahr 1915 werden zwölf Chaplin-Filme produziert. Privat beginnt er eine Liebesbeziehung mit seiner Filmpartnerin Edna Purviance. Mittlerweile gehört Chaplin zu den bekanntesten Schauspielern der Welt. Seine Filme sind Kassenschlager und die Filmproduktionsfirma Mutual bietet ihm fĂŒr zwölf Filme 670.000 Dollar.

Eine politische Kampagne gegen Chaplin startete im April 1917, weil sich der Schauspieler nicht freiwillig als Soldat meldet. Im Juni 1917 wechselt Chaplin zur „First National“. Hier werden ihm fĂŒr acht Filme ĂŒber eine Million Dollar angeboten.

Im JĂ€nner 1918 folgte die Einweihung des Chaplin-Studios in Hollywood. Im Oktober darauf heiratete Charlie Chaplin die damals siebzehnjĂ€hrige Mildred Harris. Zusammen mit anderen Schauspielern grĂŒndet er die Firma „United Artists“. Diese ermöglicht den Teilnehmern nicht nur unabhĂ€ngige Filmproduktionen, sondern auch den Filmverleih.

Nach kurzer Ehe mit Mildred Harris begann 1920 nach der Scheidung eine Pressekampagne gegen Chaplin. Im November 1924 heiratete der 35-jĂ€hrige Lita Grey in Mexiko. Aus dieser Ehe gehen zwei Söhne hervor. Lita war 15, als sie von Charlie Chaplin das erste Mal schwanger wurde. Es wird vermutet, dass in dieser Ehe „höllische ZustĂ€nde“ geherrscht hatten. Nach dem Beginn des Eheskandals um Lita Grey im Jahre 1927 zieht sich Caplin nach New York zurĂŒck. Sein Vergleichsangebot von einer Million Dollar nimmt Grey an, sodass die Ehe geschieden wird.

Im Oktober 1940 folgte die Premiere seines ersten Tonfilms „The great Dictator„. Zuerst wollte die amerikanische Zensurbehörde diesen Anti-Hitler-Film nicht genehmigen. Aus diesem Film stammt die ergreifende „Große Rede des Diktators“, welche nicht nur die Probleme der damaligen Zeit beschreibt, sondern auch fĂŒr die heutige Zeit passt. Hier ist sie auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=5Of2hQvJKv4

FĂŒr diesen Film ließ Charlie Chaplin eine riesige BĂŒhne im kalifornischen Girard errichten. Diese BĂŒhne war denen der Reichstage der NSDAP nachempfunden. Vereinzelt erwĂ€hnte der Komiker deutsche Worte wie „Schnitzel“ und „Sauerkraut“.

Seine dritte Ehefrau war Paulette Goddard. Die offizielle Hochzeit des Paares soll 1936 gewesen sein. Geschieden wurde die Ehe 1942.

Seine öffentliche Forderung nach einer zweiten Front im zweiten Weltkrieg gegen Deutschlang erregte im Juli 1942 Aufsehen, weil Chaplin nie US-BĂŒrger geworden ist.

Sein Privatleben lief weniger erfolgreich ab. Nach drei gescheiterten Ehen fand er im Alter von 54 Jahren in seiner 4. Ehe mit Oona O`Neill seine wirkliche Lebenspartnerin. Oona war hingegen erst 18 Jahre jung. Das Paar verbrachte trotz großem Altersunterschied 34 Jahre bis zu Charles Tod miteinander und bekamen acht Kinder. Vor der Ehe mit Oona war Charlie Chaplin bereits drei Mal Vater.

Im April 1947 erfolgte die Premiere der Blaubart-Geschichte „Monsieur Verdoux“. Im Oktober Darauf musste Chaplin vor dem „Untersuchungsausschuss fĂŒr unamerikanische Umtriebe“ aussagen. Im Dezember veröffentlicht Chaplin in einer englischen Wochenzeitung den Artikel „Ich erklĂ€re Hollywood den Krieg!“. Daraufhin verschĂ€rft sich im Kalten Krieg die Kampagne gegen angeblich linke Schauspieler und Regisseure im Jahr 1948 unter dem amerikanischen Senator Joseph McCarthy.

WĂ€hrend der dritten Europareise von Charlie Chaplin im September 1952 wird in den USA ein Verfahren wegen subversiver TĂ€tigkeiten gegen Chaplin eröffnet. Es wird ihm die Wiedereinreise verweigert. Im Oktober 1952 erfolgt die Premiere von „Limelight“ in London (England).

Charlie Chaplin lĂ€sst sich mit seiner Familie im Jahr 1953 in Corsier-sur-Vevey (Schweiz) nieder. Er produziert in London im Jahr 1957 die Komödie „A King in New York“. In dem Film zeigt er verschiedene Aspekte des amerikanischen Lebens und seine Diffamierung als auslĂ€ndischer Kommunist auf. Daraufhin gibt es erneut Angriffe gegen den Schauspieler wegen angeblich pro-kommunistischer TĂ€tigkeiten.

Im Jahr 1964 wird seine Autobiographie veröffentlicht. Im Jahr 1972 erhĂ€lt er den amerikanischen Filmpreis „Oscar“ fĂŒr sein Lebenswerk und wird in den USA rehabilitiert. 1975 wird Chaplin geadelt.

Am 25. Dezember 1977 stirbt Charlie Chaplin in Corsier-sur-Vevey mit 88 Jahren. Die Ursachen sind unbekannt. Angeblich schlÀft er einfach ein und wacht nicht mehr auf.

Bekannte Filme von Charlie Chaplin:

· 1914 – Man schlĂ€gt sich durch (Making a Living)
· 1915 – Die Bank (The Bank)
· 1916 – Das Pfandhaus (The Pawnshop)
· 1921 – Der Vagabund und das Kind (The Kid)
· 1925 – Goldrausch (The Gold Rush)
· 1931 – Lichter der Großstadt (City Lights)
· 1936 – Moderne Zeiten (Modern Times)
· 1940 – Der große Diktator (The Great Dictator)
· 1952 – Rampenlicht (Limelight)
· 1957 – Ein König in New York (A King in New York)
· 1967 – Die GrĂ€fin von Hongkong (A Countess From Hong Kong)

Charlie Champlin in „The Tramp“ 1915

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