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BeitrĂ€ge veröffentlicht in “Liebesgedichte”

Johann Wolfgang von Goethe | Spott vertreibt die Liebe nicht

Spott vertreibt die Liebe nicht - Johann Wolfgang von Goethe

 

Spott vertreibt die Liebe nicht 

 

Ich weiß es wohl und spotte viel: 
Ihr MÀdchen seid voll Wankelmut! 
Ihr liebet, wie im Kartenspiel, 
Den David und den Alexander; 
Sie sind ja Forcen miteinander, 
Und die sind miteinander gut. 
Doch bin ich elend wie zuvor, 
Mit misanthropischem Gesicht, 
Der Liebe Sklav‘, ein armer Tor! 
Wie gern wÀr ich sie los, die Schmerzen! 
Allein es sitzt zu tief im Herzen, 
Und Spott vertreibt die Liebe nicht. 
 
 

Goethe stammte aus einer angesehenen bĂŒrgerlichen Familie. Er war deutscher Dichter und Naturforscher.
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Johann Wolfgang von Goethe | Liebe von Herzen

Liebe bist du - Johann Wolfgang von Goethe

 

Liebe bist du! 

 
Dem Schnee, dem Regen, 
Dem Wind entgegen, 
Im Dampf der KlĂŒfte, 
Durch NebeldĂŒfte, 
Immer zu! Immer zu!  
Ohne Rast und Ruh! 
Lieber durch Leiden 
Möcht ich mich schlagen, 
Als so viel Freuden 
Des Lebens ertragen. 
Alle das Neigen 
Von Herzen zu Herzen, 
Ach, wie so eigen 
Schaffet das Schmerzen! 
Wie soll ich fliehen? 
WÀlderwÀrts ziehen? 
Alles vergebens! 
Krone des Lebens, 
GlĂŒck ohne Ruh, 
Liebe, bist du! 
 
 

Goethe stammte aus einer angesehenen bĂŒrgerlichen Familie. Er war deutscher Dichter und Naturforscher.
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Liebesgedichte 
 | Liebeslyrik | Wolf Dietrich

Liebesgedichte - von Wolf Dietrich

„Liebeslyrik ist heutzutage lĂ€ngst nicht mehr so aktuell wie in frĂŒheren Zeiten. An die Stelle romantischer und sehnsuchtsvoller Liebesgedichte sind heute die Reime von PopsĂ€ngern und Rappern getreten. Manche berĂŒhmte Poeten haben ihre Gedichte mit Herzblut geschrieben, das spĂŒren die Menschen noch heute. Doch die Wortwahl wirkt fĂŒr unser Empfinden manchmal etwas ĂŒbertrieben oder unnatĂŒrlich. Moderne Gedichte, die sich mit der Liebe beschĂ€ftigen, handeln im Prinzip von denselben GefĂŒhlen, verzichten aber hĂ€ufig auf Reime. Manche Zeitgenossen finden zu dieser Form von Lyrik einen besseren Zugang und trauen sich eher, solch moderne Gedichte zu zitieren.“ – Wolf Dietrich

Wilhelm Busch | GrĂŒnde fĂŒrs Heiraten | Liebe

Gedicht - Warum heiratet man - Wilhelm Busch

Warum heiratet man

Der eine tuts um die Dukaten,
der zweite um ein hĂŒbsch Gesicht,
der dritte darf nicht lÀnger warten,
der vierte, weil Mama so spricht.
Der fĂŒnfte will sich einmal setzen,
der sechste ist nicht gern allein,
der siebte hofft, sich zu ergötzen,
der achte möcht auch einmal frein,
beim neunten sind es Mitleidstriebe,
doch ihr – ihr heiratet sicher
nur aus Liebe. 
 

Heinrich Christian Wilhelm Busch wurde am 14. April 1832 in Wiedensahl geboren. Er starb im Alter von 75 Jahren am 9. Januar 1908 in Mechtshausen. Busch war einer der einflussreichsten, humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Er war der Àlteste in der Familie und hatte sechs Geschwister. Der Maler war sein ganzes Leben lang unverheiratet.

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Friedrich RĂŒckert | Ich liebe dich | Rose

Friedrich RĂŒckert - Ich liebe dich - Gedicht

Ich liebe Dich 

Ich liebe Dich, weil ich dich lieben muss;
ich liebe dich, weil ich nicht anders kann
ich liebe dich nach einem Himmelsschluss:
ich liebe dich durch einen Zauberbann.

Dich lieb’ ich wie die Rose ihren Strauch;
dich lieb’ ich, wie die Sonne ihren Schein;
dich lieb’ ich, weil du bist mein Lebenshauch;
dich lieb’ ich, weil dich lieben ist mein Sein.

Friedrich RĂŒckert

Adele Schopenhauer | TrÀume | Leben | Seele

Lass mich versinken - ein Gedicht von Adele Schopenhauer

Lass mich versinken

Klar wie der Himmel
Ist Deine Seele,
Rein wie der Aether
Ist Dein GemĂŒth!
Reich wie die Erde
Ist meine Liebe,
Tausendgestaltig
Tritt sie ans Licht.
Töne und Bilder,
Innere Welten
Schafft Dir Dein Dichter,
Liebchen, zum Schmuck.
Blickt er ins Herz Dir,
Holt er die SchÀtze
Alle vervielfacht
Wieder herauf.
Laß mich versinken
In Deiner Augen,
In Deiner Wunder
Lieblichen Welt.
Wie Erd’ und Himmel
DĂŒfte vereinen,
Eint Lieb’ und Schönheit
Leben in uns!
Adele Schopenhauer