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Beitr├Ąge ver├Âffentlicht in ÔÇťMannÔÇŁ

Wilhelm Busch | Gest├╝tzt auf seinen Kr├╝cken

Unberufen - Wilhelm Busch - Gedicht

Unberufen

Gest├╝tzt auf seine beiden Kr├╝cken,
Die alte Kiepe auf dem R├╝cken,
Ging durch das Dorf ein Bettelmann
Und klopfte stets vergeblich an.
Erst aus dem allerletzten Haus
Kam eine gute Frau heraus,
Die grad den dritten Mann begraben,
Daher geneigt zu milden Gaben,
Und legt in seines Korbes Grund
Ein Brot von mehr als sieben Pfund.
Ein schmaler Steg f├╝hrt gleich danach
Ihn ├╝ber einen Rauschebach.
Jetzt hab ich Brot, jetzt bin ich gl├╝cklich!
So rief er froh und augenblicklich
Fiel durch den Korb, der nicht mehr gut,
Sein Brot hinunter in die Flut.
Das kommt von solchem ├ťbermut.


Heinrich Christian Wilhelm Busch wurde am 14. April 1832 in Wiedensahl geboren. Er starb im Alter von 75 Jahren am 9. Januar 1908 in Mechtshausen. Busch war einer der einflussreichsten, humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Er war der ├Ąlteste in der Familie und hatte sechs Geschwister. Der Maler war sein ganzes Leben lang unverheiratet.

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