Joseph von Eichendorff

Zwielicht D├Ąmmrung will die Fl├╝gel spreiten, Schaurig r├╝hren sich die B├Ąume, Wolken ziehn wie schwere Tr├Ąume - Was will dieses Graun bedeuten?  Hast ein Reh du lieb vor andern, Lass es nicht alleine grasen, J├Ąger ziehn im Wald und blasen, Stimmen hin und wieder wandern.  Hast du einen Freund hienieden, Trau ihm nicht zu dieser Stunde, Freundlich wohl mit Aug und Munde, Sinnt er Krieg im t├╝ckschen Frieden.  Was heut m├╝de gehet unter, Hebt sich morgen neugeboren. Manches bleibt in Nacht verloren - H├╝te dich, bleib wach und munter!

Zwielicht

D├Ąmmrung will die Fl├╝gel spreiten,
Schaurig r├╝hren sich die B├Ąume,
Wolken ziehn wie schwere Tr├Ąume –
Was will dieses Graun bedeuten?
Hast ein Reh du lieb vor andern,
Lass es nicht alleine grasen,
J├Ąger ziehn im Wald und blasen,
Stimmen hin und wieder wandern.
Hast du einen Freund hienieden,
Trau ihm nicht zu dieser Stunde,
Freundlich wohl mit Aug und Munde,
Sinnt er Krieg im t├╝ckschen Frieden.
Was heut m├╝de gehet unter,
Hebt sich morgen neugeboren.
Manches bleibt in Nacht verloren –
H├╝te dich, bleib wach und munter!
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