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BeitrĂ€ge veröffentlicht in “seele”

Friedrich Hölderlin | An die Parzen | Seele | Leben | Gedicht

An die Parzen

Nur einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen!
Und einen Herbst zu reifem Gesange mir,
Dass williger mein Herz, vom sĂŒĂŸen
Spiele gesÀttigt, dann mir sterbe.
Die Seele, der im Leben ihr göttlich Recht
Nicht ward, sie ruht auch drunten im Orkus nicht;
Doch ist mir einst das Heil’ge, das am
Herzen mir liegt, das Gedicht, gelungen,
Willkommen dann, o Stille der Schattenwelt!
Zufrieden bin ich, wenn auch mein Saitenspiel
Mich nicht hinabgeleitet; Einmal
Lebt‘ ich, wie Götter, und mehr bedarf’s nicht.
Friedrich Hölderlin 

Wilhelm Busch | die Seelen | FĂ€hrmann

Die Seelen - Wilhelm Busch

Die Seelen

Der FĂ€hrmann lag in seinem Schiff
Beim Schein des Mondenlichts,
Als etwas kam und rief und pfiff;
Doch sehen tat er nichts.
 
Ihm war, als stiegen hundert ein.
Das Schifflein wurde schwer.
Flink, FĂ€hrmann, fahr uns ĂŒbern Rhein,
Die Zahlung folgt nachher.
 
Und als er seine Pflicht getan,
Da ging es klinglingling,
Da warf ein GoldstĂŒck in den Kahn
Jedwedes Geisterding.
 
Husch, weg und weiter zog die Schar.
Verwundert steht der Mann:
So Seelen sind zwar unsichtbar,
Und doch ist etwas dran.

Heinrich Christian Wilhelm Busch wurde am 14. April 1832 in Wiedensahl geboren. Er starb im Alter von 75 Jahren am 9. Januar 1908 in Mechtshausen. Busch war einer der einflussreichsten, humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Er war der Àlteste in der Familie und hatte sechs Geschwister. Der Maler war sein ganzes Leben lang unverheiratet.

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