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Alle Beitr├Ąge zum Thema ÔÇťliebesgedichtÔÇŁ

J├╝ngling | M├Ądchen | Liebe | Heinrich Heine

Ein J├╝ngling liebt ein M├Ądchen,
Die hat einen andern erw├Ąhlt;
Der andre liebt eine andre,
Und hat sich mit dieser verm├Ąhlt.

Das M├Ądchen heiratet aus ├ärger
Den ersten besten Mann,
Der ihr in den Weg gelaufen;
Der J├╝ngling ist ├╝bel dran.

Es ist eine alte Geschichte,
Doch bleibt sie immer neu;
Und wem sie just passieret,
Dem bricht das Herz entzwei.

Heinrich Heine

Die Beiden ÔÇô Hugo von Hofmannsthal ÔÇô Gedicht

Die Beiden - Gedicht - Hugo von Hofmannsthal

Die Beiden

Sie trug den Becher in der Hand
ÔÇô Ihr Kinn und Mund glich seinem Rand -,
So leicht und sicher war ihr Gang,
Kein Tropfen aus dem Becher sprang.
So leicht und fest war seine Hand:
Er ritt auf einem jungen Pferde,
Und mit nachl├Ąssiger Geb├Ąrde
Erzwang er, dass es zitternd stand.
Jedoch, wenn er aus ihrer Hand
Den leichten Becher nehmen sollte.
So war es beiden allzu schwer:
Denn beide bebten sie so sehr,
Dass keine Hand die andre fand
Und dunkler Wein am Boden rollte.

Hugo von Hofmannsthal

Wolf Dietrich | Gl├╝cklich bin ich mit dir | Liebesgedicht

Liebesgedicht von Wolf Dietrich - Gl├╝cklich bin ich mit dir

Gl├╝cklich bin ich mit dir

Gl├╝cklich bin ich jedes Mal,
h├Âr ich leise das Signal,
Das mir sagt, da ist ein Gru├č
von dir, den ich gleich lesen muss.
Manchmal fragst du nur ganz knapp,
ob ich Langeweile hab.
Ich wei├č, was ich dann schreiben soll:
Ja, ich langweile mich doll.
Komm r├╝ber, ich hab hei├čen Tee.
Du wei├čt ja, wie gern ich dich seh.
Und nicht nur das, ich will noch mehr,
am besten kommst du schnell hierher.
Hurra, es bleibt die Antwort aus,
dann stehst du gleich vor meinem Haus.

Wolf Dietrich

Wolf Dietrich | Sehnsucht nach dir | Liebesgedicht | Zeit

Sehnsucht nach dir - Liebesgedicht von Wolf Dietrich

Sehnsucht nach dir

Neulich war es wieder mal so weit:
Du wolltest mich nicht ganz verstehen.
Ich bat dich, bitte schenke mir mehr Zeit.
Da standst du auf und wolltest gehen.
Das bedeutet: Halt mich nicht fest!
Denn wenn du mich nicht gehen l├Ąsst,
dann f├╝hle ich mich wie in Ketten.
Ich sage dir, wenn wir nicht h├Ątten,
was wir haben und was wir teilen,
ich w├╝rde mich wirklich beeilen,
dass ich endlich Mut aufbr├Ąchte
f├╝r wache, sehnsuchtslose N├Ąchte,
ohne dir hinterher zu weinen.
Doch wo finde ich so einen
wilden Hund wie dich auf Erden.
Ich muss einfach bescheidener werden.

Wolf Dietrich

Wolf Dietrich | Was Liebe ist | Kontakt | Dornr├Âschen

Was Liebe ist - Wolf Dietrich - Gedicht

Was Liebe ist 

Zirp, zirp macht es, wenn du simst.
Und wenn du Kontakt aufnimmst,
schreibst du, dass du mich vermisst
und ohne mich sehr einsam bist.
Das tut mir gut, denn ganz allein
und ohne dich mag ich nicht sein.
Viel lieber will ich dich heut f├╝hlen,
in deinen weichen Haaren w├╝hlen.
Den Daumen in dein Gr├╝bchen graben
und M├Ąrchenstunden mit dir haben.
Brummst du dann z├Ąrtlich in mein Ohr,
komm ich mir wie Dornr├Âschen vor.
Denn du, du hast mich wach gek├╝sst
und mir gezeigt, was Liebe ist.

Wolf Dietrich

Wolf Dietrich | Geh nicht | Liebeskummer | Liebe auf Zeit

Geh nicht - Liebeskummer - Gedicht - Wolf Dietrich

Geh nicht

Du sagst: Nun ist es soweit, wir m├╝ssen uns trennen,
du wusstest, es war nur eine Liebe auf Zeit.
Was soll ich jetzt tun? Die Sehnsucht wird brennen.
Ich bin f├╝r den Abschied von dir nicht bereit.
Wieso hast du das f├╝r uns beide entschieden,
und warum hast du mich nicht vorher gefragt?
Du hast diese Botschaft mit Absicht vermieden.
Du wusstest: Ja h├Ątte ich niemals gesagt.
Du hast ganz bewusst keine W├Ârter verschwendet.
Und nun ist es aus und f├╝r immer beendet.

Wolf Dietrich

Wolf Dietrich | H├Ątte ich W├╝nsche frei | niemals hassen | verlassen

Wolf Dietrich - Gedicht - Drei W├╝nsche frei

H├Ątte ich drei W├╝nsche frei┬á

H├Ątte ich drei W├╝nsche frei,
die dich und mich betreffen,
w├Ąre mein Wunsch Nummer drei,
dass wir zwei uns niemals hassen.
W├Ąre mein Wunsch Nummer zwei,
dass wir keine Zeit verpassen,
und am meisten w├╝nsch ich mir,
dass wir uns niemals verlassen.
Denn alles ist nur sch├Ân mit dir.

Wolf Dietrich

Wolf Dietrich | Verzeih mir | Es tut mir leid | Tr├Ąnen

Verzeih mir

Verzeih mir - Wolf Dietrich - Es tut mir leid - Gedicht

Es tut mir leid, dass ich dich kr├Ąnkte.
Ein b├Âses Wort hat dich verletzt.
Doch sag, all das, was ich dir schenkte,
z├Ąhlt das f├╝r dich denn gar nicht jetzt?
Ich dachte, es sei nur ein Scherz,
traf dich aber voll ins Herz.
Das wird nie wieder geschehen,
du hast so traurig ausgesehen.
Ich wei├č, dass ich der Anlass war,
das schmerzt mich sehr, doch eins klar:
Ich tat es nicht aus b├Âsem Willen,
komm, lass mich deine Tr├Ąnen stillen.
Worte treffen hart wie Hiebe,
sich zu verzeihen, das ist Liebe.

Wolf Dietrich

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