Christliche Kurzgeschichte: Zwei Seiten des Teppichs

 
 

Zwei Freunde sprachen viele Abende lang miteinander ├╝ber das B├Âse in der Welt. Eines Abends, als sie schon manche Antworten gefunden und doch immer wieder verworfen hatten, fiel durch eine Unachtsamkeit ein kleiner Teppich, der auf der Fensterbank lag, zur Erde. Der eine der beiden Freunde hob ihn auf und legte ihn wieder an seinen Ort; der andere aber sagte: „Du hast den Teppich versehentlich falsch hingelegt, die sch├Âne Seite muss nach oben, die h├Ąssliche nach unten.“┬á

Nun schauten sie den Teppich genauer an. Er war handgekn├╝pft und hatte auf der Oberseite ein herrliches Muster in leuchtenden Farben, eine echte Kostbarkeit. Auf der Unterseite aber sahen sie nur F├Ąden und Knoten, abgeschnittenes Garn und ein ganz und gar durcheinander gebrachtes Farbenfeld, kurzum, wenn sie die wirre Unterseite anschauten, konnten sie sich kaum eine Vorstellung von der sch├Ân geordneten Oberseite machen.┬á

Da wurden die beiden Freunde still und beendeten vorerst ihre Gespr├Ąche ├╝ber das B├Âse in der Welt. Sie dachten n├Ąmlich:┬á

Vielleicht ist es mit unserem Leben wie mit diesem Teppich. W├Ąhrend wir Menschen noch ratlos vor den Verstrickungen des Lebens stehen, hat die Weisheit Gottes uns l├Ąngst alle Herrlichkeit gewebt.┬á

Autor unbekannt 

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