Einsame Weihnacht | Bernhard Lesche

Novellen - Kurzgeschichten - B├╝cher - Daniela Noitz

Einsame Weihnacht

Es geht der Wind im Tann, die m├Ącht┬┤gen B├Ąume rauschen
und leise heult┬┤s im Schlot ÔÇô ich sitz dem Wind zu lauschen.
Da drau├čen steht ein Stern im dunklen Himmelsmeere.
Sein Licht eilt Jahre schon durch grenzenlose Leere
und gibt in dieser Nacht uns schimmernd schwache Kunde
von wildem Feuerball und fremden Sonnenrunde.
Unendlich einsam ist des Lebens Inselgarten;
vom Himmel kann der Mensch nicht Schutz noch Trost erwarten.
In solcher Winternacht ist┬┤s gut sich zu gesellen
zu Mensch und Tier, zum Lebigen mit warmen Fellen.
Ein guter Ort ist so ein Stall mit Rind und Schafen.
Da kann sogar ein Neugeborner ruhig schlafen.

Bernhard Lesche 

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