Die Stadt | Theodor Storm | Gedicht

Novellen - Kurzgeschichten - B├╝cher - Daniela Noitz
Die Stadt - Theodor Storm - Gedicht

Die Stadt

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel dr├╝ckt die D├Ącher schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eint├Ânig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schl├Ągt im Mai
Kein Vogel ohnÔÇś Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch h├Ąngt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber f├╝r und f├╝r
Ruht l├Ąchelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.

Theodor Storm

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